Benchmarking ist mittlerweile unverzichtbarer Bestandteil im IT Controlling. Der Markt ist vielfältig, treibt aber auch seltsame Blüten. Von Service Providern mit Benchmark-Portfolio, Anbietern mit intransparenter Methodik und Datenbasis, über Online- und KPI- bis hin zum klassischen CYA-Benchmark (Gefälligkeitsgutachten) reicht das Spektrum.

Nachfolgend die Beschreibung der verbreitesten Methoden und der Vor- und Nachteile von Peergroup-, Preisindex- und Analysten-Benchmarking:

Peergroup-Benchmark:

Ein Peergroup Benchmark vergleicht die spezifischen IT-Kosten und Leistungen gegen eine Gruppe strukturell vergleichbarer Unternehmen (z.B. Unternehmensgröße, Branche, Standortverteilung, etc.). Neben rein technischen können auch anwendungsspezifische Leistungspositionen und Kennziffern verglichen werden. Die Kosten können dabei in Relation zu Business-Parametern und Performance Indikatoren gesetzt werden (z.B. Kosten je Kunde, je Anwender, etc.)

Vorteile des Peergroup-Benchmarks:

  • Hohe Aussagekraft, durch inhaltliche Fokussierung und Positionsbestimmung in der Vergleichsgruppe
  • Kontinuierliche Benchmarks „belohnen“ nachhaltige Kostensenkungen und „bestrafen“ kurzfristige Adhoc-Massnahmen

Nachteile des Peergroup-Benchmarks:

  • Erfordert Nukleus von mindestens drei vergleichbaren Unternehmen
  • Offenlegung und Bewertung aller vertraglichen Daten ist problematisch
  • Aufnahme und Bewertung neuer Technologien kann schwierig und konfliktträchtig sein

Analysten-Benchmark:

Der Analysten-Benchmark vergleicht IT Kosten und Leistungen gegenüber Ergebnissen, die in Marktumfragen von Research-Unternehmen ermittelt werden. Je nach Anbieter und Datenerhebung sind Aussagen zu Hardware, Software und Betriebskosten verfügbar. Die eigene Teilnahme an Umfragen ist bei vielen Researchern möglich, primär werden die Daten aber über Provider, also Hersteller und Dienstleister zur Verfügung gestellt.

Vorteile des Analysten-Benchmarks:

  • Einfach in der Beschaffung, vielfältiges Angebot
  • Geeignet zur Erkennung von Preistrends
  • Von Providern als Instrument zur Preisanpassung grundsätzlich anerkannt

Nachteile des Analysten-Benchmarks:

  • Mangelnde Transparenz – Kennzahlen normiert und mehrfach verdichtet
  • Berücksichtigt keine kundenspezifische Anforderungen, kein Einfluss auf Inhalte und Gestaltung

Preisindex-Benchmark:

Der Preisindex vergeleicht kundenspezifische Leistungen jährlich mit Marktdaten und -zahlen. Die Vergleichskosten werden gewichtet zu einem Index zusammengesetzt und Form von %-Preisabweichungen über die Zeitachse dargestellt.

Vorteile des Preisindex-Benchmarks:

  • Kundenspezifisch durch Vergleich der individuelle Leistungselemente gegen den Markt
  • Faires und anerkanntes Instrument – bei vertraglicher übereinstimmender Festlegung (laufende Verträge)

Nachteile des Preisindex-Benchmarks:

  • Gewichtung und Zusammensetzung des Index ist nicht trivial
  • Nicht für einmalige Benchmarks geeignet
  • Aufnahme neuer Technologien kann schwierig und konfliktträchtig sein

Marktpreis-Benchmark – Benchmarking der IT Kosten mit Managed Services

Der conaq Marktpreis-Benchmark subsumiert die Vorteile der gängigen Methoden. Managed Services, der Industrie-Standard im Outsourcing, bilden die Grundlage für eine valide Kosten-, Leistungs- und Qualitätsmessung im Benchmark-Vergleich.

Ein Benchmark mit Managed Services strukturiert und normiert kundenspezifische IT-Services und Kosten auf Basis von Markt-Standards und -Preisen, ermittelt Leistungs- und Qualitätsabweichungen und beantwortet die Frage, was die IT-Services aktuell im Outsourcing kosten und im Vergleich dazu leisten.

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EIn Kosten- & Leistungsvergleich der IT Services mit conaq subsumiert die Vorteile der gängigen IT Benchmarking Methoden unter Vermeidung der Nachteile.